Zum Inhalt springen

Immenhausen verpasst Pokalüberraschung erst in der Nachspielzeit

Kreispokal-Achtelfinale: TSV Immenhausen – SG Wettesingen/Breuna/Oberlistingen 1:3 (0:1)

Die TSV Immenhausen hat im Achtelfinale des Kreispokals nur knapp an einer Überraschung gegen den klassenhöheren Gruppenligisten SG Wettesingen/Breuna/Oberlistingen vorbeigeschrammt. Vor heimischer Kulisse zeigte die Mannschaft von Trainer Marco Schneider eine engagierte Leistung, musste sich jedoch durch zwei späte Gegentreffer mit 1:3 geschlagen geben.

Von Beginn an entwickelte sich eine offene Partie, in der sich die TSV keineswegs versteckte. Bereits nach 16 Minuten bot sich die große Möglichkeit zur Führung: Nils Hellwig setzte sich nach einem Ballgewinn an der Mittellinie gegen zwei Gegenspieler durch und lief allein auf das Tor zu. Sein letzter Kontakt geriet jedoch etwas zu weit, sodass der Querpass auf den völlig freistehenden Toni Mitrovic nicht mehr möglich war. Auch der anschließende Abschluss scheiterte am Torhüter der Gäste.

Die SG WBO kam erst nach einer guten halben Stunde zu ihrem ersten Abschluss, der jedoch das Tor deutlich verfehlte. Wenige Minuten später nutzten die Gäste dann ihre erste echte Chance. Ein langer Freistoß aus der eigenen Hälfte erreichte Levin Niclas Baumann, der nach einem Doppelpass frei vor Marco Schneider auftauchte und zum 0:1 einschob (38.).

Die Antwort der TSV ließ beinahe nicht lange auf sich warten. Nach einem schnellen Gegenangriff kam Gustav Guder zum Abschluss, doch sein Schuss war nicht platziert genug und wurde vom Gästekeeper entschärft. Kurz vor der Pause hatte WBO noch eine weitere gute Möglichkeit, setzte den Ball von der linken Seite aber knapp am langen Pfosten vorbei.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Die Gäste hatten zwar etwas mehr vom Spiel, doch die Immenhäuser Defensive arbeitete konzentriert und ließ nur wenige klare Torchancen zu. Marco Schneider entschärfte unter anderem stark eine Eins-gegen-eins-Situation nach einer Stunde und hielt seine Mannschaft damit weiter im Spiel.

In der 73. Minute belohnte sich die TSV schließlich für ihren Einsatz. Nach einem schönen Doppelpass auf der rechten Seite zwischen Gustav Guder und Fiete Römer spielte Guder den Ball in die Mitte. Toni Mitrovic ließ seinen Gegenspieler aussteigen und vollendete abgeklärt zum 1:1.

In der Schlussphase drängte der Gruppenligist zwar auf die Entscheidung, wirklich zwingend wurden die Gäste jedoch zunächst nicht. Viel deutete bereits auf ein Elfmeterschießen hin, ehe die Nachspielzeit der TSV einen bitteren Ausgang bescherte. Beim 1:2 wollte Jacob Dittmer eigentlich einen Pass in die Mitte spielen, doch der Klärungsversuch von Nicklas Greif landete unglücklich erneut direkt vor den Füßen des Angreifers, der den Ball ins lange Eck einschob (90.+2). Immenhausen warf anschließend alles nach vorne und kassierte in der fünften Minute der Nachspielzeit noch das 1:3, als Ioannis Mitrou nach einem langen Ball frei durchlief und den Endstand erzielte.

Trotz des Ausscheidens kann die TSV viel Positives aus der Begegnung mitnehmen. Gegen einen klassenhöheren Gegner zeigte die Mannschaft über weite Strecken eine starke Leistung, hielt die Partie lange offen und hätte sich aufgrund ihres engagierten Auftritts das Elfmeterschießen durchaus verdient gehabt. Auf dieser Leistung lässt sich mit Blick auf den Start in die Kreisoberliga aufbauen.

Aufstellung TSV Immenhausen: Marco Schneider, Arne Habisch, Nicklas Greif, Daniel Christian Gölden, Dennis Kastrop (81. Steffen Meywirth), Fiete Römer, Dennis Reitze, Andreas Kamhuber (70. Marcel Hausmann), Gustav Guder, Nils Hellwig, Toni Mitrovic.

Trainer: Marco Schneider

Tore: 0:1 Levin Niclas Baumann (38.), 1:1 Toni Mitrovic (73., Vorlage Gustav Guder), 1:2 Jacob Dittmer (90.+2), 1:3 Ioannis Mitrou (90.+5).